" In guter Gesellschaft"

 

 

blick in die wolken

 

gespensterschiffe

treiben hilflos ineinander

sie entern vergängliche träume

sanft gruppierende landschaften:

Heiliges Land wird umspült

von stummen zeugen der durchreise.

 

windsegler

stürzen geräuschvoll herab

aus höhen unbekannter macht

in tiefen ängstlicher umklammerung:

Heiliges Land wird umspült

von schwebenden mauern einzelner zeugen.

 

 

 

Dann wird wieder Sommer sein!

 

Wenn die Badenixen johlen

und im Grill verglüh´n die Kohlen

wenn die Rutschen überquellen

von den Kindern die sich schnellen

in die Rutschbahn flott hinein:

Dann wird wieder Sommer sein!“

 

Wenn die Taucherbrillen glucksen

Kinder auf dem Sprungbrett juxen

wenn die Hängematten schweben

dann kann jedermann erleben

dass ein kühles Eis schmeckt fein:

Dann wird wieder Sommer sein!“

 

Wenn selbst Fliegen ruhend schwitzen

und sich Autos überhitzen

wenn die Menschen träge schnaufen

ihre Wege mühsam laufen

Schatten suchen in ´nem Hain:

Dann wird wieder Sommer sein!“

 

Wenn die Luft Akkorde schimmert

drückt und schmerzt und ächzt und flimmert

wenn selbst Gartenschläuche stöhnen

dich und mich mit Nass verwöhnen

jammert, hechelt Groß und Klein:

Dann wird wieder Sommer sein!“

 

 

Wenn sich Schlangen blechern quälen

Gäste Sonnenschirme zählen

wenn am Strand der Sonnenbrand

juckt dann sagt dir der Verstand:

Heute sind die Schmerzen mein!“

Dann wird wieder Sommer sein!“

 

Wenn die Tage kürzer werden

kommen sie zurück die Herden

drängeln, hupen, geben Gas

denn vorbei der Urlaubsspaß

allen fällt die Frage ein:

Wann wird wieder Sommer sein?“

 

 

Indian Summer

 

Deiner Farben rötliches Laub

erfreuet mein sinnliches Auge

ach möge dein Bild sich im Abendgewand

für ewiglich spiegeln im Wolkenband

das flimmert schier schmerzt und gar blendet

bevor es am Himmel verendet.

 

Die Hitze entgleitet:

Schatten der Nacht

seltsame Zwerge als Riesen erdacht

kriechen dahin

getanzt und gelacht

frostiger Nebel

übernimmt still die Macht.

 

Morgen stirbst du, Indian Summer

du kommst wie Fallobst unter den Hammer

Windböen peitschen roh Fensterscheiben

die fluchtartig geschlossen bleiben.

 

Indian Summer

zähle die Tage besuch´ uns bald wieder

dann singen gemeinsam wir fröhliche Lieder

dein Teint wird sich im Licht neu entfalten

bis dahin gilt es den Duft zu verwalten.

 

(unveröffentlicht)

 

Hier geht´s zur nächsten Seite

                                                                   (Das politische Gedicht)